Aktuelles

21.03.2025

Hannover wird Präventionshauptstadt

Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) und der Deutsche Präventionstag (DPT) haben sich ab dem Jahr 2026 auf eine langfristige und dauerhaft angelegte Zusammenarbeit verständigt und dies mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung durch Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, und Erich Marks,Geschäftsführer des Deutschen Präventionstages, verbindlich festgelegt.

Der einmal jährlich stattfindende Deutsche Präventionstag (DPT) ist der weltweit größte Jahreskongress für das breitgefasste Themenspektrum der Gewalt- und Kriminalprävention sowie weiterer Arbeitsfelder der Prävention und erreicht jeweils um die 3.000 Teilnehmende und Gäste. Er wurde 1995 als nationaler jährlicher Kongress speziell für dieses Arbeitsfeld begründet.

Der Kongress wendet sich insbesondere an alle Verantwortungsträger*innen der Prävention aus Behörden, Gemeinden, Städten und Kreisen, Gesundheitswesen, Kinder- und Jugendhilfe, Justiz, Kirchen, Medien, Politik, Polizei, Präventionsgremien, Projekten, Schulen, Sport, Vereinigungen und Verbänden, Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Interessierten.

Das Ziel war und ist dabei, Kriminalprävention ressortübergreifend, interdisziplinär und in einem breiten gesellschaftlichen Rahmen darzustellen und zu stärken.

„Das Thema Prävention ist, besonders für Großstädte, ein stetes Thema mit großen Herausforderungen. Die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen haben den Diskussions-, Handlungs- und Lösungsbedarf in diesem weiten Themenfeld eher noch größer werden lassen. Die Landeshauptstadt Hannover wird die Ansiedlung eines ständig in Hannover stattfindenden großen Präventionskongresses als Plattform und Chance nutzen, Schwerpunktthemen und das konkrete Kongressprogramm, insbesondere auch aus kommunaler Sicht, zu begleiten und mitzugestalten“, so Oberbürgermeister Belit Onay.

Zur Verstärkung dieser Botschaften und Konzeptentwicklungsperspektiven wird der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover die dauerhafte Schirmherrschaft für die Deutschen Präventionstage übernehmen.

„Die dauerhafte Etablierung eines bundesweit und international so bedeutsamen Kongresses ist für den Kongressstandort Hannover ein großer Erfolg.  Wir freuen uns auf viele Gäste, die sicher auch vor und nach dem Kongress unsere Stadt mit ihren vielfältigen Angeboten und Möglichkeiten nutzen werden“, so Anja Ritschel, die auch für das Hannover Congress Centrum zuständige Wirtschafts- und Umweltdezernentin.

„Sowohl die Landeshautstadt Hannover als auch das Hannover Congress Centrum als Veranstaltungsort bieten für die Durchführung und Weiterentwicklung unseres Veranstaltungsformats ideale Voraussetzungen“, so der Geschäftsführer des Deutschen Präventionstages, Erich Marks.

„Insgesamt freuen wir uns sehr ab 2026 die bewährte Arbeit mit neuen Ansätzen und Ideen zu ergänzen und zukünftige Herausforderungen noch umfassender ansprechen und Hannover zur zukünftigen Präventionshauptstadt mitentwickeln zu können“, so Marks weiter.

 

20.03.2025

SiBa-Workshop in Frankfurt am Main

Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist in vielerlei Hinsicht ein einzigartiger Ort. Auf nur einem halben Quadratkilometer treffen zahlreiche Büros, Wohnungen, Geschäfte, Restaurants, Bars und Clubs aufeinander. Die Dynamik der städtischen Aufwertung, die in den 2010er Jahren stark voranschritt, wurde insbesondere durch die COVID-19-Pandemie unterbrochen. Dadurch geriet die Gentrifizierung ins Stocken, während sich offene Drogenszenen in einzelnen Straßenzügen wieder verstärkt ins Blickfeld rückten.

In Bahnhofsvierteln, nicht nur in Frankfurt, sondern bundes- und europaweit, ist die Gemengelage herausfordernd, in dauernder Veränderung und geprägt von einer Vielzahl von Akteuren. Verhärtete Interessenskonflikte, Verteilungskämpfe um Raum und Ressourcen sowie bürokratische Herausforderungen verschlingen sich zu einem schier unlösbaren gordischen Knoten.

Diese komplexe Situation bildete den Ausgangspunkt für den zweitägigen SiBA-Workshop, bei dem sich über 40 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet intensiv mit Fragen der Sicherheit im Frankfurter Bahnhofsviertel auseinandersetzten. Ein zentrales Element der Veranstaltung war eine gemeinsame Begehung des Viertels. Geführt wurde die Begehung von den Schutzpolizisten Tobias Gerhardt und Niklas Möller sowie von Andreas Henke von OSSIP-Streetwork. Zuvor stellten Dirk Herwig und Silja Polzin vom Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel sowie Oliver Müller-Maar, stellvertretender Leiter des Drogenreferats Frankfurt sowie OSSIP-Streetwork ihre Arbeit vor.

Am zweiten Workshoptag stand das gemeinsame Nachdenken über mögliche neue Ideen und Ansätze zur Lösung des "Wicked Problem" Bahnhofsviertel auf der Tagesordnung. In dem Workshop wurde das geabllte anwesende Expertenwissen genutzt , um Wissen und Erfahrungen auszutauschen und um neue Lösungsansätze und Ideen zu entwickeln.

Der Workshop ist Teil unserer fortlaufenden SiBa-Aktivitäten, die im Nachgang zu dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt Sicherheit in Bahnhofsvierteln seit 2021 laufen und die DEFUS gemeinsam mit Dr. Tim Lukas von der Bergischen Universität Wuppertal und Prof. Rita Haverkamp von der Universität Tübingen veranstalten.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Gastebern der Stadt Frankfurt, insbesondere den Kolleg*innen vom Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel.

 

17.03.2025

„Idee eines gereinigten Bahnhofsviertels ist Utopie“

Anne Rau und Tim Lukas forschen zum Thema Sicherheit in Bahnhofsvierteln. Im Interview mit dem JOURNAL FRANKFURT sprechen sie über den Sieben-Punkte-Plan und zeigen alternative Lösungsansätze auf.

Das gesamte Interview wurde im Journal Frankfurt am 14. März 2025 veröffentlicht.

Zum Interview

06.03.2025

Sicherheit in unseren Städten: Eine anhaltende Herausforderung

Die Nachrichten und Bilder der letzten Wochen aus unseren Mitgliedsstädten München und Mannheim erschüttern die DEFUS-Mitglieder.

Mit München und Mannheim triftt es Städte, die sich deutlich mehr als viele andere Städte in Deutschland mit Fragen der urbanen Sicherheit beschäftigt und mit vielfältigen Maßnahmen adressiert. Mit Ihrem strategischen Ansatz und seiner umfassenden Sicherheitsarchitektur ist sowohl München als auch Mannheim für viele Städte ein Vorbild.

Als vor neun Jahren eine Serie von Anschlägen Frankreich, Belgien, Spanien und Deutschland erschütterte, haben Efus und DEFUS sich intensiv mit Überfahrtaten befasst. Sowohl im Efus-Manifest und den ergänzenden Empfehlungen als auch in den DEFUS-Leitgedanken für sichere Städte formulieren die Mitglieder ihre Haltung, dass insbesondere Innenstädte so sicher wie möglich gemacht werden müssen, ohne sie dabei in Festungen zu verwandeln. Gleichzeitig ist allen bewusst, dass es eine absolute Sicherheit nicht geben kann. 

Leben, Feste, Kultur und Sport im öffentlichen Raum sollen weiterhin ohne Einschränkungen möglich sein und das bei maximaler Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger. Poller, Blöcke und Barrieren sind nicht die einzige Lösung sind. Neben städtebaulichen Maßnahmen muss die Prävention von Radikalisierung und gewaltbereitem Extremismus eine wichtige Rolle spielen. Dennoch sind städtebauliche Maßnahmen zum Schutz des öffentlichen Raums an ausgewählten Plätzen notwendig.

Vor dem Hintergrund der Anschläge in München und Mannheim in den letzten Wochen müssen wir mit großem Bedauern festellen, dass die Fragen nach wie vor leider nicht an Aktualität eingebüßt haben. 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse verstärken wir den Austausch unter unseren Mitgliedsstädten. In den kommenden Wochen organisieren wir Formate, um voneinander zu lernen, Lösungen zu entwickeln und gemeinsam an einer widerstandsfähigen, offenen Gesellschaft zu arbeiten.

Weitere Informationen finden Sie hier: 

03.03.2025

Marginalisierte Menschen im öffentlichen Raum

Armut und soziale Ausgrenzung haben vielschichtige Ursachen – von wirtschaftlichen Unsicherheiten bis hin zu psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen. Immer mehr Menschen geraten in eine Abwärtsspirale aus Wohnungs- und Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig verschärft sich die Lage in vielen Städten durch den Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

Besonders in Ballungsräumen wird sichtbar, dass Menschen ohne festen Wohnsitz um begrenzten öffentlichen Raum konkurrieren. Während viele Betroffene durch das Hilfesystem erreichbar sind, gibt es eine wachsende Gruppe, die kaum noch Zugang zu Unterstützung findet – oft aufgrund psychischer Auffälligkeiten oder aggressiven Verhaltens.

Die Prävention von Wohnungslosigkeit, Sucht und psychischen Erkrankungen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie erfordert ein vernetztes Vorgehen in den Bereichen Armutsprävention, Jugendschutz, Suchtprävention und Stadtentwicklung. Stadtverwaltungen müssen dabei ihre lokalen Herausforderungen kritisch analysieren und sowohl sozialpolitische als auch ordnungsrechtliche Maßnahmen in den Blick nehmen.

Einfache Lösungen gibt es nicht – aber die Städte sind entschlossen zu handeln. Die DEFUS-Mitgliedsstädte haben Leitgedanken entwickelt, um die bisherigen Anstrengungen, Lösungen für diese vielschichtige Herausforderung zu finden, hervorzuheben und zu teilen. Gleichzeitig fordern sie Unterstützung von Bund und Ländern, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.

Die Herausforderungen sind groß, aber die Städte sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Jetzt braucht es eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung, um soziale Marginalisierung zu verhindern und betroffenen Menschen Perspektiven zu bieten.

Zu den Leitgedanken

24.02.2025

Webinar zum flexiblen Personaleinsatz in Krisenzeiten

Gerne laden wir Sie zu unserem Webinar in der Veranstaltungsreihe “Auf dem Weg zur resilienten Kommune – gute Beispiele und neue Ideen“ ein, das das Deutsch-Europäische Forum für Urbane Sicherheit (DEFUS) im Rahmen des BMBF geförderten Projektes PanReflex anbietet:

Aus der Coronapandemie lernen - Konzepte des flexiblen Personaleinsatzes
06.03.2025, 14:00-15:00 Uhr

» Zur Anmeldung

Referieren werden: Daniel Diekmann (CREWORK Wissenstransfer) und Michael Knau (Büro des Personal- und Organisationsreferenten der Landeshauptstadt München)

Weitere Infos zur Veranstaltungsreihe sowie die Termine und Themen der kommenden Webinare finden Sie hier auf der Wissensplattform Kommunales Krisenmanagement.

10.02.2025

Resiliente Städte brauchen resiliente Verwaltungen

Ein zentrales Ziel des PanReflex-Projektes ist es, die Erkenntnisse aus drei Jahren Forschung so aufzubereiten, dass sie für die Praxis auch tatsächlich nutzbar sind und einen Beitrag zur Stärkung der Resilienz Ihrer Verwaltung leisten. Deswegen bieten wir unseren Partnerkommunen eine kurze und knackige Inhouse-Schulung für Mitarbeitende der Verwaltung an.

Ende Januar waren wir in Dortmund zu Gast und haben mit 30 Teilnehmenden aus verschiedenen Verwaltungsbereichen – Feuerwehr, Kämmerei, Kultur, Gesundheit, Schule, Ordnungsamt und Kommunikation – in vier Stunden erarbeitet, wie jeder Fachbereich aber auch jeder Mitarbeitende konkret zur Stärkung der städtischen Resilienz beitragen kann.

Jan Trapp und Anna Rau informierten in einem Vortrag zu städtischen Resilienzfaktoren auch Verwaltungsvorstand und Führungskräfte der Stadtverwaltung Dortmund über die Projektbefunde.

In den kommenden Monaten wird das PanReflex-Team die Schulung in allen Partnerstädten durchführen. Darauf freuen wir uns!

05.02.2025

Stärkung der Resilienz von Verwaltungsstäben

Angesichts komplexer Krisen wie der Pandemie und den Starkregenereignissen 2021 wird deutlich, wie unverzichtbar gut aufgestellte Verwaltungsstäbe sind. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Sicherheitsforschung geförderte Projekt ReVerSy hat zum Ziel, Konzepte und Instrumente zu entwickeln, die die Widerstandsfähigkeit von Verwaltungsstäben stärken. Am 04. November fand der offizielle Projektstart unter der Leitung des Technischen Hilfswerks (THW) in Bonn statt.

Das Konsortium umfasst das THW, die Akkon Hochschule für Humanwissenschaften Berlin, die Bergische Universität Wuppertal, die Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin sowie das Forschungs- und Trainingsunternehmen Team HF Ludwigsburg. Gemeinsam entwickeln sie praxisnahe Module in den Bereichen Organisation, Führungsunterstützung, Autarkie und Ausbildung, um Verwaltungen gezielt auf Krisensituationen vorzubereiten. DEFUS ist als assoziierter Partner Teil des Forschungsprojekts.

24.01.2025

Bevölkerung als individuelle Krisenmanager:innen betrachten

Das vergangene PanReflex Webinar in der Webinarreihe “Auf dem Weg zur resilienten Kommune – gute Beispiele und neue Ideen“  ist auf großes Interesse gestoßen:

Krisenresilienz in der Bevölkerung hängt von den Ressourcen der Menschen ab, mit schwierigen Umständen umzugehen. Das Webinar widmet sich der Frage, wie die psychosozialen Belastungen von Menschen in einer Krise erfasst und ihre Ressourcen zur Bewältigung dieser Krise analysiert werden können.

Das Psychosoziale Lagebild (PSL) liefert zentrale Informationen zum Erleben einer eingetretenen Krise und zur Selbsthilfefähigkeit im Umgang mit ihren Folgen. Auf diese Weise können vulnerablen Gruppen, Unterstützungsbedarfe oder adäquate Kanäle zur Krisenkommunikation besser identifiziert werden.

Das Projekt PsychoKat betrachtet verschiedenste Datenquellen zur Erstellung von Lagebildern: von wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Erleben vorheriger Krisen, über repräsentative Bevölkerungsbefragungen oder Abfragen per Handy-App bis hin zu Zukunftslaboren.

Das Projekt #sosmap beschäftigt sich mit einer unterstützenden Datenquelle für akute Situationen, nämlich sozialen Medien. Zu erfassen, welche Inhalte geteilt und gelesen werden, kann zeitnah Einblicke zum Umgang mit diesen Situationen liefern. Gleichzeitig sind diese Daten anfällig für Fehlinformationen oder Manipulationen, weshalb sie sich nur als zusätzliche Informationen eignen.

Die Referentinnen Johanna Karge und Francesca Müller haben wertvolle Impulse dafür gegeben, wie die Bevölkerung nicht nur als eine Zielgruppe des Krisenmanagements betrachtet, sondern ihre Kompetenzen als individuelle Krisenmanager:innen erkannt und genutzt werden können.

Mehr Informationen: 

07.01.2025

Efus und DEFUS begrüßen zwei neue deutsche Mitglieder

Seit dem 1. Januar 2025 sind die Stadt Kaiserslautern und der Landespräventionsrat Nordrhein-Westfalen Mitglied DEFUS. Wir heißen die beiden neuen Mitglieder herzlichst in unserem Städtenetzwerk willkommen, das damit auf 22 Mitglieder wächst.

Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat in seiner Sitzung den Beitritt Kaiserslauterns zum Europäischen Forum für urbane Sicherheit (EFUS) und dem Deutsch-europäische Forum für urbane Sicherheit (DEFUS) zugestimmt. „Mit dem EFUS-Beitritt entwickelt unsere Stadt ihr europäisches Profil fort und ergänzt ihre bisherigen Schwerpunkte um das wichtige Handlungsfeld der Sicherheit und kommunalen Kriminalprävention“, freut sich der für die Bereiche Sicherheit und Ordnung zuständige Bürgermeister Manfred Schulz, der den Beitritt der Stadt initiiert hatte. Vor allem aber stelle er durch seine Möglichkeiten eine wichtige Chance dar, das subjektive Sicherheitsgefühl in Kaiserslautern nachhaltig zu verbessern.

Der LPR NRW beschloss in seiner Mitgliederversammlung im Oktober die Mitgliedschaft und setze diese zügig um. Für das überregionale Gremium, das auch die Anliegen vieler kleinere Städte vertritt, ist insbesondere der Austausch mit den an NRW angrenzenden Regionen und Städten in den Niederlanden und Belgien interessant.

Beide Foren bieten ihren Mitgliedern die Möglichkeit für einen unbürokratischen, pragmatischen, geschützten und hierarchiefreien Austausch zu Herausforderungen der urbanen Sicherheit mit deutschen und europäischen Mitgliedsstädten. Ziel ist es, den Mitgliedern durch diesen praxisnahen Austausch die Alltagsarbeit zu erleichtern. Durch die Mitgliedschaft bei EFUS und DEFUS erlangen die Mitglieder Zugang zu einem enormen Netzwerk an Wissen, Experten, Kontakten und Erfahrungen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Lösungsstrategien und Best Practice Beispiele ohne Zeitverzug aus ganz Europa zu erhalten und damit zeitnah auf neue Formen der Kriminalität zu reagieren und neue Ansätze zur Prävention zu übernehmen. Zudem erleichtert es die Mitgliedschaft, europäische Kooperationspartner zu finden und gemeinsame kriminalpräventive Maßnahmen durchzuführen, die gegebenenfalls sogar durch EU-Fördermittel unterstützt werden.

 

20.12.2024

Rückblick auf ein ereignisreiches und volles Jahr 2024

Wir können auf ein ereignisreiches Jahr 2024 zurückblicken. Das betrifft sowohl das Weltgeschehen als auch die Arbeit bei DEFUS und Efus.

Angesichts teilweise sehr unterschiedlicher Meinungen, Prioritäten und Perspektiven gewinnen der gegenseitige Austausch und Dialog an Bedeutung. Efus und DEFUS bieten den Mitgliedsstädten und Organisationen dafür eine Plattform und verschiedene Formate, um zu aktuellen Herausforderungen in der städtischen Sicherheit ins Gespräch zu kommen.

Die meisten Herausforderungen in der Organisation des friedlichen Zusammenlebens und der Gewährleistung von Sicherheit für alle Bürger*innen sind nicht stadtspezifisch, sondern betreffen alle Städte. Als Städtenetzwerk verstehen wir uns als ein verbindendes Element zwischen den Mitgliedern und die gemeinsame Suche nach Lösungen für schwierige Themen als zentrale Aufgabe.

Im vergangenen Jahr haben wir bei DEFUS in zahlreichen Veranstaltungen, online Formaten, Netzwerken und Konferenzen gemeinsam aktuelle Herausforderungen der urbanen Sicherheit diskutiert und gemeinsam nach Wegen und Ideen, mit diesen umzugehen, gesucht. Zahlreiche Medienanfragen und Veröffentlichungen von Artikelen spiegeln ein gestiegenen Intersse an unseren Themen wider.

Die Projektarbeit hat auch im vergangenen Jahr viel Raum eingenommen und zu sehr interessanten und relevanten Ergebnissen geführt.

Werfen Sie einen Blick in den Jahresbericht und erfahren mehr über unsere Aktivitäten.

18.12.2024

Fachtagung "Doing Crisis" - Krisen und ihre Herausforderungen

Am 21.11.2024 fand in Hannover die LegiNot Fachtagung "Doing Crisis: Politik, Praxis und Wissenschaft im Trialog" statt.

Wir danken allen Teilnehmenden und Beitragenden für die gelungene Veranstaltung!

Die Fachtagung bot Raum und Rahmen für den Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und kommunale Praxis, um über aktuelle Forschungsergebnisse zum Krisenmanagement zu diskutieren. In vier Workshops entwickelten die Teilnehmenden Lösungsideen, um …

  1. … die Akzeptanz von Maßnahmen des Krisenmanagements in der Gesellschaft zu erhöhen.
  2. … die Behördliche Risiko- und Krisenkommunikation zu verbessern.
  3. … den ebenenübergreifenden Informationsfluss zu verbessern.
  4. … die Organisation von Gesundheitsbehörden in Krisenzeiten zu verbessern.

Die Fachtagung hat gezeigt, dass Wissenschaft das methodische Rüstzeug bietet, um Entscheidungen in Krisen systematisch zu analysieren, zu hinterfragen und daraus zu lernen. Gleichzeitig ist die Übersetzungsarbeit von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die praktische Arbeit noch verbesserungswürdig: Wissenschaft muss praxisrelevante Fragen adressieren, Ergebnisse verständlich aufbereitet und an relevante Personenkreise kommunizieren. Die Praxis wiederum benötigt die personellen Kapazitäten, um sich mit diesen Erkenntnissen zu beschäftigen und nach Bedarf umzusetzen. Für die Akzeptanz politischer Entscheidungen ist es grundlegend, inwieweit sie den Bürgerinnen mit Rückblick auf die gewonnenen Erkenntnisse transparent begründet werden.

Die Tagungsdokumentation ist unter folgendem Link zu finden: DEFUS-Padlets

10.12.2024

PanReflex Webinar zu psychosozialen Lagebildern

 

Veranstaltungsankündigung

Wir laden herzlich zum aktuellen Webinar aus der PanReflex-Reihe: "Auf dem Weg zur resilienten Kommune – gute Beispiele und neue Ideen" ein.

Datum: 22. Januar von 15:00 bis 16:00 Uhr

Titel: Auf dem Weg zur resilienten Kommune – Was können Psychosoziale Lagebilder für die Krisenbewältigung leisten?

Wir erwarten zwei spannende Vorträge:

  • Johanna Karge: Wahrnehmung, Verhalten, multiple Krisen: Multi-methodische Erkenntnisse im BMBF-Projekt PsychoKat
  • Francesca Müller: Soziale Medien als ergänzende Quelle für psychosoziale Lagebilder: BBK-Projekt #sosmap

Zur Anmeldung folgen Sie diesem Link.

 

Details zu den Vorträgen:

Johanna Karge ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Braunschweig in der Abteilung Psychologie soziotechnischer Systeme. Sie arbeitet im Projekt PsychoKat und forscht zur Bewältigung psychosozialer Lagen in Krisen und Katastrophen. Nebenbei beendet sie ihr Masterstudium im Bereich Cybersicherheit an der TU Braunschweig.

Abstract: Die Auswirkungen multipler, simultan wirkender Krisen, wie der Corona-Pandemie, des Klimawandels oder Extremwetterereignisse, schließen physische und psychosoziale Dimensionen ein. Der Vortrag widmet sich der Frage, wie psychosoziale Lagebilder in Krisen und Katastrophen definiert, erhoben und systematisch aufbereitet werden können. Dabei werden besonders die psychosozialen Kategorien der Wahrnehmung und des Verhaltens mittels eines multi-methodischen Ansatzes betrachtet. Im Zentrum stehen die Corona-Pandemie und andere Krisen, um die Relevanz dieser Fragestellung für zukünftige Krisen aufzuzeigen.

Francesca Müller ist Sicherheitsingenieurin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit an der Bergischen Universität Wuppertal. Sie promoviert im Forschungsprojekt „Systematische Analyse der Kommunikation in sozialen Medien zur Anfertigung Psychosozialer Lagebilder in Krisen und Katastrophen (#sosmap)“.

Abstract: Jährlich sind Tausende von Krisen betroffen, die tiefe Verunsicherung auslösen. Ereignisse wie die COVID-19-Pandemie oder der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024 zeigen die Anfälligkeit moderner Gesellschaften und die psychosozialen Folgen weit über direkt Betroffene hinaus. Ein effektives Krisenmanagement muss psychosoziale Aspekte berücksichtigen. Die Analyse sozialer Medien ermöglicht es, ergänzende Daten zu gewinnen, die Wahrnehmung der Bevölkerung zu erfassen und gezielte Indikatoren für Maßnahmen abzuleiten. Das Webinar beleuchtet die psychosoziale Nutzung sozialer Medien in Alltag und Krisen sowie Ansätze zur Erstellung eines Psychosozialen Lagebilds des digitalen Raumes.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

26.11.2024

Atemlos durch die Nacht – Wie sicher fühlen Sie sich im öffentlichen Raum?

Nur eine knappe Mehrheit (53 Prozent) fühlt sich in Deutschland also sicher. Wie man die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl verbessern kann, damit beschäftigt sich die sogenannte Angstraumforschung. Angsträume können schlecht beleuchtete Fußwege, dunkle Parks oder schlechteinsehbare Bushaltestellen sein. Maßnahmen, um solche Räume abzubauen sind eine gute Beleuchtung, aber auch die generelle Belebung von Straßen. Auf Plätzen, wo durch Kino oder Gastronomie viel los ist, so die Annahme, passiere im Zweifel weniger als in dunklen Nebenstraßen.

Die Morgensendung "Die Weber" widmet dem Thema eine Sendung am Freitag 22. November. Anna Rau die Geschäftsführerin unterhielt sich mit Sophie Wetzke über Angsträume und Sicherheit im öffentlichen Raum.

Hier Podcast hören

05.11.2024

Wissensplattform Kommunales Krisenmanagement

Die „Wissensplattform Kommunales Krisenmanagement“ (www.kommunaleskrisenmanagement.de) bietet Hintergrundinformationen zu den Themenschwerpunkten Kommunales Krisenmanagement, Krisenkommunikation, Vulnerabilität in der Krise und Kommunale Resilienz. Die Plattform ist ein Ergebnis des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts PanReflex, das von DEFUS gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) umgesetzt wird. Die Plattform wird kontinuierlich befüllt, erweitert und gepflegt.

Die Plattform enthält u. a.:

  • umfassende Literaturdatenbank zum kommunalen Handeln in Krisensituationen mit besonderem Augenmerk auf den Umgang mit Pandemie
  • Liste mit Praxisbeispielen aus aller Welt für das Krisenmanagement während der Pandemie
  • Projektatlas mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen Projekten, die zu Krisenmanagement und/oder kommunaler Resilienz forschen
  • Darstellung des PanReflex-Projektes und bisherige Forschungsergebnisse

Als Angebot für die Praxis lebt sie auch von Beiträgen aus der Praxis. Möchten Sie Informationen, Publikationen, Projekte und Praxisbeispiele auf der Wissensplattform einstellen und verfügbar machen? Melden Sie sich gerne bei panreflex@defus.de.

28.10.2024

Fachtagung Herausforderungen des Krisenmanagements

22.10.2024

27. DEFUS Mitgliederversammlung

Die DEFUS-Mitglieder trafen sich am 19. und 20. September in Gelsenkirchen zur 27. Mitgliederversammlung. Verschiedene Fachbereiche der Stadtverwaltung Gelsenkirchen präsentieren am ersten Tag das Projekt „Wahrung des sozialen Friedens“ in Gelsenkirchen. In zwei Stadtteilen wird intensiv bereichsübergreifend zusammengearbeitet, um noch besser und zielgruppengerechter auf die Probleme der Bewohnerinnen eingehen zu können und Beschwerden schnell begegnen zu können.

Nach einer Stadtrundfahrt und Besichtigungen von Maßnahmen vor Ort endete der erste Tag mit einem Essen auf der Arena zu Schalke.

Die Tagesordnung des zweiten Tags war dicht und beinhaltete zahlreiche vereinsorganisatorische und inhaltliche Themen.

Weitere Informationen

01.10.2024

PanReflex-Webinar: Aus der Coronapandemie lernen.

Im Oktober folgt ein weiteres PanReflex-Webinar aus der Reihe "Auf dem Weg zur resilienten Kommune - gute Beispiele und neue Ideen". In der einstündigen Onlineveranstaltung wird es um konkrete Praxisbeispiele gehen, mit welchen Methoden die Kommunalverwaltungen in Düsseldorf und Essen die kommunale Bewältigung der Coronapandemie reflektieren, aufarbeiten und daraus Lehren für zukünftige Krisen ableiten.

» Impulsbeitrag 1: After Action Review auf kommunaler Ebene: Lessons learned in der Corona-Einheit des Gesundheitsamtes Düsseldorf
Referentin: Dr. med. Hannah Höglund-Braun
» Impulsbeitrag 2: Entwicklung eines Pandemieplans für die Stadt Essen
Referent: Dr. Thilo Lerari

Mehr Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie auf der Projekthomepage:

Zum Projekt PanReflex hier entlang!

01.10.2024

DEFUS auf dem 4. Innenstadtforum der Köln Business


Die Sicherheit und Sauberkeit von Innenstädten ist herausfordernd und eine Daueraufgabe für Kommunalverwaltungen. In vielen Innenstädten werden soziale Probleme der Stadtgesellschaft sichtbar. Leerstand und marginalisierte Gruppen, die in Einkauffstraßen lagern, und Bettler sind kontrastrieren hochpreisige Geschäfte und Gastronmie. Diese Gemengelage in der Balance zu halten und eine Innenstadt zu schaffen, die allen Menschen der Stadt Möglichkeiten bietet ist eine große Herausforderung. Lebendige Innenstädte und Zentren brauchen die Zusammenarbeit und das Engagement vieler Beteiligter. Basis für die Zusammenarbeit muss und sollte ein faktenbasierte und sachliche Diskussion sein. Veranstaltungen wie das Innenstadtforum der Köln Business sind gerade deswegen so wichtig.

Beim Innenstadtforum wurde intensiv über die Herausforderungen und ersten Fortschritte des 10-Punkte-Plans der Stadt Köln diskutiert. Besonders interessant war der Einblick in die Arbeit des Neumarkt-Kümmerers und die Diskussion über die Auswirkungen von Sauberkeit auf das Sicherheitsgefühl. Außerdem berichtet Anna Rau vom Deutsch-Europäisches Forum für Urbane Sicherheit e.V. (DEFUS), wie andere Städte mit ähnlichen Herausforderungen umgehen. Es war inspirierend zu sehen, wie verschiedene Ansätze ineinandergreifen können.

16.09.2024

Fruchtbarer Austausch zur "Digitalisierung der Sexarbeit"

Am 12.09.2024 bot die Fachtagung "Digitalisierung der Sexarbeit - Herausforderung für Kommunen" kommunalen Akteuren eine Plattform, um sich über die aktuellen Herausausforderungen im Umgang mit Sexarbeit auszutauschen.

Die Veranstaltungen startete am Vormittag mit Eingangsimpulsen zu den aktuellen Herausforderungen aus der Perspektive von sozialen Trägern, der Wissenschaft, der operativen Stadtverwaltung und Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind. Am Nachmittag stand die gemeinsame Arbeit in vier Workshops im Vordergrund. Es wurden Ideen entwickelt, wie Kommunen besser mit diesen Herausforderungen umgehen können. Es ging um die Frage, wie Kommunen besser mit Sexarbeitenden ins Gespräch kommen, kommunale Angebote im Bereich Gesundheit und Soziales verbessern, Sexarbeitende besser vor Zwang, Menschenhandel und Gewalt schützen und ihren orddnungsrechtlichen Pflichten nachkommen können.

In einer Abschlussdiskussion wurden Überlegungen angestellt, wie die Ideen und Thesen aus den Workshops besser umgesetzt werden können.

Das DEFUS Team bedankt sich bei der Ausrichterin, der Stadt Essen, den Referentinnen und  Referenten sowie allen Teilnehmenden für den spannenden Austausch!

23.07.2024

Diskriminierung und Sucht im öffentlichen Raum

22 Teilnehmende aus 13 deutschen Städten besuchten am 4. und 5. Juli Zürich und lernten wegweisende Ansätze zum pragmatischen und akzeptierenden Ansatz mit Sucht und Drogen, zum Kampf gegen Diskriminierung im öffentlichen Raum und zur Nutzung von Sicherheitsberichten als strategisches Steuerungsinstrument für urbane Sicherheit kennen.

Tillmann Schulze von der Firma EBP stellte den Gästen aus Deutschland vor, wie Schweizer Städte mit regelmäßigen und partizipativ erstellen Sicherheitsberichten, die urbane Sicherheit strategisch betrachten und bearbeiten.

In Zürich sollen sich alle Menschen sicher und frei fühlen können, unabhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Hautfarbe und davon, ob sie mit einer Behinderung leben oder nicht. Mit dem Projekt «Zürich schaut hin» wird bis Ende 2025 ein Bündel von Aktivitäten und Maßnahmen zur Prävention von Diskriminierung umgesetzt. Dayana Mordasini (Sicherheitsdepartement) und Naomi Bögli (Fachstelle Gleichstellung) stellen den DEFUS-Mitgliedern das Projekt und damit verbundene niederschwellige Meldetool vor. Zusätzlich konnten wir mit einem Jugendhaus und einem Nachtclub zwei diskriminierungssensible Orte und deren Arbeit kennenlernen.

Die Stadt Zürich hat mit dem Platzspitz und dem Oberen Letten in den 90er Jahren leidvolle Erfahrungen mit einer international berüchtigten offenen Drogenszene gemacht. Suchtkranke Menschen gibt es in Zürich nach wie vor, aber mit einem ausdifferenzierten, an den Bedarfen der Zielgruppen orientiertem und akzeptierendem Angebot (es darf auch in Notschalfstellen konsumiert werden, Microhandel von Drogen findet in Konsumräumen statt, etc.) werden suchtkranke Menschen abgeholt und erreicht. Die Bildung einer offenen Drogenszene wird damit weitgehen verhindert.

Das Motto alle Akteure, die mit marginalisierten Gruppen in Zürich ist, wir sind zuständig, bis wir die Person finden, die wirklich zuständig ist. Ein Hin- und Hergeschiebe von Zuständigkeiten und damit verbundenen Zuständigkeitslücken gibt es in Zürich nicht. Alle Akteure arbeiten pragmatisch an einem gemeinsamen Ziel:  Unterstützung der betroffenen Menschen und Verhinderung offener Drogenszenen.

Faszinierende Einblicke in die Arbeit der Stadt Zürich gaben uns Andrea Weiß (Geschäftsbereichsleiterin Schutz und Prävention bei Stadt Zürich), Roman Thür, Leiter Regionalwache Aussersihl Stadtpolizei, Simon Weis (Leiter SIP Zürich), Joël Bellmont, Teamleiter Drogeninformationszentrum DIZ. Am Freitag hatten wir die Möglichkeit, den die Kontakt- & Anlaufstelle Kaserne zu besuchen und vor Ort sehen, wie akzeptierende und ideologiefreie Arbeit mit Suchtkranken Menschen gelingen kann.

Der Besuch in Zürich hallt nach und zeigt deutlich, es ist möglich eine diskriminierungssensible Großstadt ohne offene Drogenszene zu gestalten und einen würdevollen Umgang mit marginalisierten Gruppen als Standard zu setzen. Deutsche Städte können viel von Zürich lernen.

 

19.07.2024

Efus Generalversammlung und IcARUS Abschlusskonferenz

Unter Vertretung der DEFUS-Mitgliedsstädte fand am 25.06.2024 die Efus Generalversammlung statt. Bei einem freundlichen Miteinander gewannen alle Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit der nationalen Foren sowie die aktuellen Forschungsprojekte unter Efus Federführung. Wer noch mehr über innovative europäische Sicherheitsforschung erfahren wollte, blieb noch bis zum 26.06.2024 zur IcARUS Abschlusskonferenz.

Im EU-Projekt IcARUS durchliefen 17 Partner aus 12 europäischen Ländern den Prozess des Design-Thinking zur Förderung sozialer Innovationen in den Bereichen Jugendkriminalität, Radikalisierung, sichere öffentliche Räume, Menschenhandel und organisierter Kriminalität.
Es war sehr interessant zu sehen, wie es dem Projektteam gelungen ist, das lokale Engagement zu fördern, die Entscheidungsfindung unter Beteiligung verschiedenster Interessengruppen zu koordinieren und zukunftsorientiertes Denken zu fördern.

Die aus dem Projekt enstandenen Maßnahmen sind unter der Projekthomepage zu finden: IcARUS (icarus-innovation.eu)

21.06.2024

„Prävention und gesellschaftlicher Frieden“

Der Deutsche Präventionstag (DPT) findet 2025 erstmals in Augsburg statt. Mit über 3.000 erwarteten Teilnehmenden ist er der weltweit größte Jahreskongress für Gewalt- und Kriminalprävention. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen wie Fachorganisationen, Kirchen, Kommunen, Medien, Politik und Polizei kommen zusammen, um über aktuelle Themen zu diskutieren. In Augsburg steht der DPT unter dem Leitthema „Prävention und gesellschaftlicher Frieden“. Das im Vorfeld des Kongresses erstellte DPT-Gutachten dient als wichtiger Leitfaden für die Präventions- und Sicherheitspolitik in Deutschland.

Präventionsarbeit für die Stadt sichtbar machen
Passend zum 470. Jahrestag des Augsburger Religionsfriedens steht der Deutsche Präventionstag 2025 unter dem Titel „Prävention & gesellschaftlicher Frieden“. Der Kongress findet am 23. und 24. Juni 2025 in Augsburg statt. Neben dem Fachkongress wird ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten, das Themen der Prävention und urbanen Sicherheit für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen will. Dabei haben Akteurinnen und Akteure der vielfältigen Augsburger Präventionslandschaft die Möglichkeit, ihre Arbeit für die Stadt sichtbar zu machen.

Staffelübergabe von Cottbus an Augsburg
Unter dem Themenschwerpunkt „Sicherheit im Wandel“ fand in diesem Jahr der 29. Deutsche Präventionstag am 10. und 11. Juni in Cottbus statt. Stellvertretend für Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber nahmen Ordnungsreferent Frank Pintsch und Martin Wilhelm, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, für den Freistaat Bayern die Staffel für den Deutschen Präventionstag 2025 entgegen. Die Übergabe erfolgte durch Tobias Schick, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus und Dr. Markus Grünewald, Staatssekretär des Landes Brandenburg.

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06.06.2024

Für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in unseren Städten

Bereits 2019 haben sich die DEFUS-Mitgliedskommunen in einem Austausch- und Diskussionsprozess auf gemeinsame Leitgedanken zur Prävention von Polarisierung und Demokratiefeindlichkeit verständigt.

Angesichts der Messerattacke in der Stadt Mannheim und den vielfachen Angriffen gegen Amts- und Mandatsträger sowie Wahlhelfer in den letzten Wochen haben diese Leitgedanken leider nicht an Bedeutung verloren.

Das friedliche Zusammenleben einer immer diverser werdenden Gesellschaft zu organisieren und dabei die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit nicht zu verlieren, ist eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre. Kommunen sind maßgeblich für die alltägliche Gewährleistung der Sicherheit und des gesellschaftlichen Friedens verantwortlich. Sie müssen die Integration verschiedener Kulturen und Lebensentwürfe leisten sowie ausdifferenzierte gesellschaftliche Bedürfnisse mittragen und managen.

Die Stadt Mannheim mit ihrem OB Christian Specht und dem 2. Bürgermeister Dr. Volker Proffen zeigen mit Ihrem besonnenen Vorgehen eindrücklich wie Kommunen das friedliche Zusammenleben auch und gerade in schwierigen Zeiten fördern und verteidigen können.

Zu den Leitgedanken

29.05.2024

DEFUS auf dem 29. DPT in Cottbus am 10. & 11. Juni

DEFUS wird wie jedes auf dem Deutschen Präventionstag am 10. und 11. Juni in Cottbus vertreten sein. Unseren gemeinsamen Efus-DEFUS Stand finden Sie in der Halle 1. Dort stellen wir Ihnen neben unseren allgemeinen Informationen auch brandneue Forschungsergebnisse aus unserem Forschungsprojekten "PanReflex - Städtische Resilienz stären" und "IcARUS - Innovative Ansätze für Urbane Sicherheit" vor. Wir freuen uns sehr auf den Austausch mit Ihnen.

Am Montag, 14 - 15:30 Uhr laden wir Sie herzlich zu unserem Workshop Kommunale Prävention im Wandel ein, den wir gemeinsam mit der Stadt Augsburg durchführen.

Wir wollen mit den Teilnehmenden reflektieren, welche Strukturen, Rollen und Arbeitsweisen es für gelingende Präventionsarbeit vor Ort braucht. Im Mittelpunkt steht der Austausch über kommunale Praxisbeispiele und Erfahrungen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, frühes Erscheinen lohnt sich.

Weitere Informationen zum DPT

 

21.05.2024

Security, Democracy and Cities conference 2024

Die Efus-Konferenz mit über 700 Teilnehmenden aus der ganzen Welt wartete mit einem umfangreichen Programm aus Plenardiskussionen, Workshops, Praxisbeispielen und How-To Sessions auf.

Zu allen Programmpunkten liegen nun online zusammenfassende Informationen vor, die online abgerufen werden können.

Zum Konferenzbericht

 

15.05.2024

Die Homepage des neuen EU-Projektes CO-SECUR ist online

Wer sich über das neue EU-Projekt unter DEFUS Beteiligung CO-SECUR informieren möchte, ist herzlich eingeladen die Projekthomepage zu besuchen: www.cosecur.eu/

Das Projekt lebt von der Beteiligung aller am Thema Interessierten:

Wer beschäftigt sich mit sozialen Innovationen in der städtischen Sicherheit? Wer kennt Innovative Lösungen, die auf soziale Veränderungen reagieren oder bestenfalls soziale Veränderungen bewirken? Was führt zu einer Verbesserung des Sicherheitsempfindens und des Sicherheitshandelns auf belebten Plätzen und bei Großveranstaltungen?

Wir wollen Antworten auf diese Fragen finden und freuen uns über Anregungen!

14.05.2024

Fachtagung Digitalisierung der Sexarbeit und Herausforderungen für Kommunen

28.03.2024

DEFUS-Delegation auf der Security, Democracy and Cities Konferenz

Alle drei Jahre organisiert Efus die größte europäische Konferenz zum Thema Urbane Sicherheit, die dieses Jahr vom 20.-22. März in Brüssel stattfand. Die rund 700 Teilnehmenden aus Europa und der Welt tauschten sich drei Tage zu aktuellen Herausforderungen und Fragestellungen des friedlichen Zusammenlebens in Städten, der urbanen Sicherheit und der Prävention aus.

Die DEFUS-Mitglieder Augsburg, Berlin, Essen, Freiburg, Mannheim und Stuttgart sowie der LPR Niedersachsen und der Deutsche Präventionstag waren auf der Konferenz vertreten. Neben dem internationalen Austausch während der Konferenz und den abendlichen Empfängen im Rathaus St Gilles und dem Rathaus der Stadt Brüssel, nutzen die DEFUS-Mitglieder die Zeit auch für Gespräche untereinander.

Ein großes Thema war die Auswirkungen der anschwellenden Drogenkrise in Europa. Überall, zu jeder Zeit und für jeden gibt es Drogen, so der Leiter der Europäischen Drogenmonitoring Stelle EMCDDA Alexis Goosdeel. Der amtierende Oberbürgermeister der Stadt Rotterdam Ahmed Aboutaleb betonte, dass der Drogenhandel die größte Einnahmequelle der Organisierten Kriminalität ist, und Organisierte Kriminalität inzwischen alle Städte betrifft. In Belgien und den Niederlanden haben Gewalt und Kriminalität in Zusammenhang mit Drogenkriminalität stark zugenommen. Immer wieder kommen in diesen Gebietskämpfen auch unbeteiligte Dritte und Polizisten ums Leben. Die belgische Regierung hat mit Ine van Waymesch seit wenigen Jahren eine nationale Beauftrage für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und des Drogenhandels und hat das Thema zur nationalen Priorität erklärt. Alle drei sind sich einig, dass Kooperation auf allen und zwischen allen Ebenen und die Bündelung aller Kräfte und allen Wissens notwendig ist, um Organisierte Kriminalität zurückzudrängen.

Das Programm der Konferenz war sehr vielfältig und deckte verschiedene Aspekte der Urbanen Sicherheit von Gewalt gegen Frauen, Jugendgewalt und dem öffentlichen Raum ab sowie der der Umgang mit marginalisierten Gruppen im öffentlichen Raum. In Field Visits konnten die Teilnehmenden 12 verschiedene Einrichtungen der Urbanen Sicherheit und Präventionsprojekte in der Stadt Brüssel besichtigen und Kennenlernen.

Im Rahmen der Konferenz gab Efus die Gründung eines neuen europäischen Netzwerkes für Fachkräfte der kommunalen Prävention bekannt. Viele der Mitarbeitenden in den Stadtverwaltungen, die für die Bearbeitung und Organisation der kommunalen Prävention und urbanen Sicherheit zuständig sind, haben einen besonderen Bedarf an Austausch. Sie kommen aus unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und sind meist in ihre Stellen hineingewachsen. Efus will dieses Netzwerk mit Austauschmöglichkeiten und Veranstaltungen beleben.

 

 

26.03.2024

Workshop Konflikte sehen - Gewalt verhindern

DEFUS-Geschäftsführerin Anna Rau nahm Anfang März an einem von der Stadt Marburg und der Philipps-Universität Marburg organisiert und von der Deutschen Stiftung Friedensforschung finanziell unterstützten Workshops an der Universität Marburg teil. Zu der Fachtagung haben Johannes Maaser vom städtischen Fachdienst Gefahrenabwehr und Gewerbe sowie die Marburger Sozialpsychologen Prof. Dr. Ulrich Wagner und Prof. Dr. Christopher Cohrs rund 30 Expert*innen aus Forschung, von Behörden, Polizei und Freien Trägern aus ganz Deutschland eingeladen.

Ausgangspunkt des Workshops war die aktuelle öffentliche Diskussion über eine Zunahme an spezifischen Gewaltformen durch Jugendliche und junge Männer gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte, aber auch an verrohter Gewalt untereinander. Der Workshop hatte zum Ziel, die Phänomenologie der Gewaltereignisse genauer zu umreißen, Tätergruppen zu benennen, Ursachen für die Gewaltentwicklung ausfindig zu machen, daraus theoriegeleitet Präventionsmaßnahmen abzuleiten sowie konkrete Umsetzungs- und Evaluationsmöglichkeiten zu skizzieren.

Gobale Krisen und Herausforderungen spiegeln sich in unseren Kommunen wieder. Sehr deutlich wird dies etwa, wenn die Kriege in der Ukraine oder im Gazastreifen auch Schulhöfen zu Auseinandersetzungen führen. Dafür brauche es auf lokaler Ebene dauerhafte, professionelle Strukturen, die zugleich flexibel auf neu entstehende Krisen reagieren können.

Weitere Informationen

 

Bild Stadt Marburg

14.03.2024

Wie Städte im Revier Ängste abbauen können

Der Park, der nur spärlich beleuchtet ist; der enge U-Bahn-Tunnel, der Bahnhof am späten Abend: Es gibt unterschiedliche Orte in Städten, die bei uns Menschen Angst auslösen. Manchmal reicht auch schon ein Geruch oder der Anblick von Müll aus, dass wir uns plötzlich fürchten. Warum Unsicherheit nicht gleich Unsicherheit ist, wieso sie oft nicht auf Fakten basiert und Argumenten nicht zugänglich ist – und was Städte im Ruhrgebiet dafür tun können, damit sich ihre Bewohnerinnen und Bewohner wirklich wohl fühlen, verrät Expertin Anna Rau, Geschäftsführerin des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit.

Zum Interview mit Check Pott Ruhr

08.03.2024

PanReflex läutet letztes Projektdrittel ein

Das Projekt PanReflex startet in die letzte Projektphase. Dazu hat sich der Verbund, bestehend aus dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und dem Deutsch-Europäischen Forum für Urbane Sicherheit (Defus), Ende Februar in Hannover getroffen und in zwei intensiven Tagen erarbeitet, welche (Zwischen-)Ergebnisse im Projekt bereits erreicht wurden und auf welche Inhalte, Ergebnisse und Produkte Sie sich noch freuen dürfen.

Durch Interviews mit Expertinnen und Experten aus der kommunalen Praxis, einer schriftlichen Befragung aller Kommunen mit über 50.000 Anwohner*innen und Reflexionsworkshops mit unseren fünf nordrheinwestfälischen Partnerstädten hat das PanReflex-Team bereits sehr viel über die kommunale Praxis im Umgang mit der Coronapandemie erfahren dürfen. Auch die Literatur- und Dokumentenanalyse ist weitestgehend abgeschlossen und die Literaturdatenbank wird in Kürze auf der Wissensplattform „Kommunales Krisenmanagement“ veröffentlicht und für Sie nutzbar sein. Die Wissensplattform ist ein zentrales Produkt des Projektes. Seit 2023 wird diese kontinuierlich aufgebaut, bis dato sind dort bereits

  • gute Praxisbeispiele aus aller Welt zum innovativen Umgang mit der Coronapandemie,
  • eine Sammlung themenverwandter Forschungsprojekte,
  • Videointerviews mit Expert*innen und
  • alle Informationen zum Projekt

zu finden. Die Wissensplattform wird auch über das Projekt hinaus aktuell gehalten und weiter ausgebaut. Im Laufe von 2024 werden unter anderem konkrete Handlungsempfehlungen für die kommunale Praxis eingestellt werden. Kommunalverwaltungen und andere Interessierte finden in der Wissensplattform ein umfassendes Informationsangebot zur Stärkung der lokalen Krisenresilienz. Eine konzipierte Fortbildungsreihe wird 2024 pilotiert und unseren Partnerkommunen als Inhouse-Schulung vor Ort angeboten.  

Außerdem freuen wir uns in 2024 auf den Innovationsworkshop im April mit unseren Partnerstädten, in dem wir gemeinsam aus den Lehren der Pandemiebewältigung konkrete Ideen und Empfehlungen entwickeln wollen, wie sich Kommunen gegenüber zukünftige Krisen noch resilienter aufstellen können. Die Workshops bieten außerdem viel Gelegenheit für inter- und intrakommunalen Austausch, der bereits auf sehr positive Resonanz stieß.

Mehr Informationen zum Projekt

01.03.2024

Muss sich die kommunale Prävention neu erfinden?

Globale Krisen, weltpolitische Entwicklungen und gesellschaftliche Spannungen spiegeln sich auf Straßen und Plätzen der Städte und Gemeinden wider (Kriege und Konflikte, Drogenmarkt, Urbanisierung, Wohnungsbaukrise, Klimawandel) und erhöhen den Druck auf die Kommunen, mit adäquaten und wirkungsvollen Ansätzen zu reagieren. Die Organisation des friedlichen Zusammenlebens und die Gestaltung einer lebenswerten Stadt für alle ist eine zentrale Herausforderung der Kommunalverwaltung.

Seit den 1990er Jahren gibt es in vielen Kommunen Präventionsgremien, die risikoreiche Entwicklungen und Probleme in Kommunen bearbeiten sollen. Entlang der Gremien hat sich ein breites Spektrum an Verwaltungsstrukturen entwickelt. Dies reicht vom Runden Tisch mit geringer oder keiner finanziellen Ausstattung bis hin zu differenzierten eigenen Verwaltungseinheiten, die einen ganzheitlichen Blick auf risikoreiche Entwicklungen und Konflikte in der Stadtgesellschaft richten und viele Aktivitäten steuern.

In den letzten Jahren haben sich einige Kommunen auf den Weg gemacht, die kommunale Präventionsarbeit neuauszurichten und zu gestalten, um bedarfsgerechter und wirkungsvoller agieren zu können. Es hat sich viel getan und entwickelt in den letzten Jahren und es sind positive Veränderungen sicht- und erlebbar. Dennoch reichen diese Entwicklungen noch nicht aus, um auf die lokalen Auswirkungen risikoreicher globaler und gesellschaftlichen Entwicklungen wirkungsvoll reagieren zu können.

Auf einem Workshop am 15. Februar in Mannheim mit Verteter*innen aus acht DEFUS-Mitgliedsstädten und Wissenschaftler*innen diskutierten die Teilnehmenden wie die Kommunale Prävention sich strategisch Weiterentwickeln muss, um den zahlreichen Herausforderungen gerecht zu werden.

Die Ergebnisse des Diskussionsprozess fließen in ein Thesenpapier ein. Im Laufe des Jahres organisiert DEFUS weitere Veranstaltungen für seine Mitglieder, in denen diese Themen vertieft werden.

16.02.2024

CO-SECUR Projektstart

Am 17. und 18. Januar veranstaltete das CO-SECUR-Konsortium (Knowledge building and social innovation for a successful, more effective and CO-produce urban SECURity solutions) eine Auftaktveranstaltung in Valencia, Spanien, um das EU-finanzierte Projekt offiziell zu starten.

Über einen Zeitraum von drei Jahren zielt das Horizon Europe-Projekt darauf ab, Wissen und Instrumente zu schaffen, um soziale Innovationen und verantwortungsvolle Prinzipien für städtische Sicherheit zu fördern.

01.02.2024

Die Nacht in der Stadt

Viele Menschen assoziieren die Dunkelheit der Nacht mit Unsicherheit. Diffuse Ängste vor Kriminalität und Ordnungsverlust vermischen sich mit der Verärgerung über Ruhestörungen oder achtlos entsorgten Müll. Die nächtliche Stadt ist zudem widersprüchlichsten Anforderungen ausgesetzt: Ruhe und Schlaf auf der einen, Freizeit, Feiern und Vergnügen auf der anderen Seite. Sicherheit in der Nacht für alle zu gewährleisten, ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Holger Floeting und Anna Rau beschreiben in einem Artikel wie Kommunen mit diesen widersprüchlichen Erwartungen und Anforderungen an die Stadt nach Acht umgehen und wo noch mehr getan werden muss.

Der Artikel ist in der Zeitschrift Informationen zur Raumentwicklung, Heft 2/2023, erschienen. Das ist eine Fachzeitschrift für räumliche Planung und Politik und ein Diskussionsforum an der Nahtstelle zwischen Wissenschaft und Praxis in Deutschland. 

Weitere Information

Zugang zum Artikel für DEFUS-Mitglieder

19.01.2024

DEFUS-Mitglieder für das friedliche Zusammenleben

Das friedliche Zusammenleben einer immer diverser werdenden Gesellschaft zu organisieren und dabei die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit nicht zu verlieren, ist eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre. Kommunen sind maßgeblich für die alltägliche Gewährleistung der Sicherheit und des gesellschaftlichen Friedens verantwortlich. Sie müssen die Integration verschiedener Kulturen und Lebensentwürfe leisten sowie ausdifferenzierte gesellschaftliche Bedürfnisse mittragen und managen. Hinzu kommen die Nutzungs- und Interessenskonflikte im öffentlichen Raum, die ebenfalls von der Kommune ausgehandelt und gelöst werden sollen.

Die Mitgliedsstädte des Deutsch-Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (DEFUS e.V.) haben sich in einem Diskussionsprozess bereits im Jahr 2019 mit der Organisation des friedlichen Zusammenlebens in den Kommunen auseinandergesetzt und Leitgedanken entwickelt, die die Arbeit in den Mitgliedskommunen leiten. Diese Leitgedanken sind heute aktueller denn je.

DEFUS Leitgedanken zur Prävention von Polarisierung und demokratiefeindlichen Tendenzen in den Kommunen

 

20.12.2023

DEFUS Jahresbericht 2023

 

Wieder geht ein Jahr zu Ende in dem globale Krisen, Kriege und Konflikte großen Einfluss auf unser   persönliches Leben, das Zusammenleben in unseren Städten und unsere Arbeit haben. Vor Ort schlagen sich die Auswirkungen des Klimawandels, der Ressourcenknappheit, der Energiewende, der urbanen Verdichtung und all ihrer sozialen Folgen oder die der Migration und von Flucht aus Krisengebieten direkt nieder.

Für die Bewältigung der Zukunftsherausforderungen werden die Kommunen dringend als aktive Akteure gebraucht. Denn in den Kommunen werden vielfach die besten Antworten und Lösungsideen für globale Herausforderungen gefunden, ausprobiert und umgesetzt. Die Vernetzung der Städte und der gegenseitige Austausch gewinnen vor diesem Hintergrund an Bedeutung.

DEFUS hat ein straffes Jahr mit vielen Veranstaltungen, intensivem Austausch und bereicherenden Diskussionen zu einer Vielzahl an Themen hintersich. Der DEFUS-Jahresbericht 2023 liefert einen Einblick in die Arbeit von DEFUS und steht nun zum Download bereit.

Zum Jahresbericht 2023

01.12.2023

DEFUS beteiligt sich am CO-SECUR-Projekt

Sicherheit ist ein komplexes Thema, das mit Aspekten wie Innovation und sozialem Zusammenhalt, Strafverfolgung, gesellschaftlicher Widerstandsfähigkeit und gemeinschaftlicher Befähigung angesichts aller Formen von Gewalt zusammenhängt und von diesen abhängt. In diesem Zusammenhang umfasst das Konzept der "sichereren Städte und menschlichen Siedlungen" integrierte, innovative und integrative Ansätze für die städtische Sicherheit, die das Konzept der Kriminalprävention ergänzen und auf den Grundsätzen des gemeinschaftlichen Zusammenhalts beruhen.

Das CO-SECUR-Projekt zielt darauf ab, die Einführung erfolgreicher, effektiverer und in Gemeinschaftsproduktion hergestellter Sicherheitsprotokolle und -lösungen für öffentliche Räume voranzutreiben, mit besonderem Schwerpunkt auf Massenveranstaltungen und hochfrequentierte Plätze. Im Rahmen des Projektes soll das Wissen über soziale Innovation im Bereich der Sicherheit zusammengeführt und dazu beigetragen werden, Vertrauen und Akzeptanz zu schaffen, die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden zu verbessern sowie sicherere Verhaltensweisen zu fördern.

Das über das EU Programm HORIZON mit 2 Millionen Euro finanziert ist, wird von Kveloce koordiniert, einem internationalen Beratungsunternehmen mit Hauptsitz in Valencia (Spanien). Dem Konsortium gehören desweiteren 9 Organisationen aus 9 Länder an (Forschungsinstitut Polibienestar der Universität Valencia (Valencia, Spanien), Saferglobe (Helsinki, Finnland), DEFUS (Hannover, Deutschland), Shine 2europe Lda (Coimbra, Portugal), European Integrated Project (Bukarest, Rumänien), Evalu S. p (Warszawa, Polen), Tero (Kalamaria, Griechenland), Smart Continent lt uab (Vilnius, Litauen), Digital Europe (Brüssel, Belgien).

Dieses Projekt eine Übersicht von Sicherheitsinitiativen in Europa erstellen, in der spezifische Aktivitäten, Projekte, Technologien und Strategien, die sozial verantwortliche Forschung und Innovation fördern, identifiziert, kartiert und analysiert werden. Ein Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit sicherheitsrelevante Akteure, wie Polizei, staatliche Sicherheitskräfte, Sicherheitsunternehmen, politische Entscheidungsträger, Universitäten und Veranstalter oder Technologieentwicklungsunternehmenein eine Wissensbasis zu schaffen. CO-SECUR konzentriert sich auf neun Länder  (Spanien, Finnland, Deutschland, Portugal, Rumänien, Polen, Griechenland, Litauen, Belgien).

Das Projekt tägt aktiv zur Erreichung des SDG 11 der Agenda 2030 bei, Städte und öffentliche Räume sicherer zu machen. Das im Rahmen des Projekts generierte Wissen und die bereitgestellten Instrumente, einschließlich eines Plans zur sozialen Entwicklung im Bereich Sicherheit, werden Einzelpersonen und Gemeinschaften in die Lage versetzen, direkt an der Schaffung von sicheren Umgebungen, Städten und Gebieten mitzuwirken.

16.11.2023

Prävention und Bekämpfung von Antisemitismus

Angesichts der gegenwärtigen Weltlage und des Terrors und Krieges in Nahost ist es ein bedauerlicher Fakt, dass Antisemitismus nach wie vor eine bedrohliche Realität darstellt. In diesem Sondernewsletter bietet Pufii eine Übersicht über einschlägige Informationen, Materialien, Projekten und Institutionen, die sich in diesem Bereich engagieren, sowie Veranstaltungen zu dem Thema. Pufii möchte damit den Blick für die alarmierenden Zustände schärfen, ein größeres Bewusstsein für Antisemitismus schaffen, und Möglichkeiten für die Bekämpfung von Antisemitismus aufzeigen.

Pufii.de ist die zentrale Informationsplattform für die Themen Integration und Prävention. Durch die umfangreiche Bündelung von themenspezifischen Informationen sowie die Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch stellen wir den thematisch befassten Akteurinnen und Akteuren sowie allen Interessierten ein geeignetes Portal zur Verfügung.

Pufii.de ist eine gemeinsame Initiative des Institut für angewandte Präventionsforschung des Deutschen Präventionstages (dpt-i) und des Deutsch-Europäisches Forum für Urbane Sicherheit e.V. (DEFUS).

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31.10.2023

Mitgliedsstädte und EU VertreterInnen tauschen sich zu Urbane Sicherheit aus

Alle drei Jahre organisiert Efus eine große europäische Konferenz zum Thema Urbane Sicherheit. Die dreitägige Veranstaltung mit dem Titel "Sicherheit, Demokratie und Städte" findet vom 22. bis 24. März 2024 in Brüssel statt. 

Neben dem Austausch zwischen den Netzwerkmitgliedern ist ein erklärtes Ziel Anliegen der urbanen Sicherheit mit VertreterInnen der Europäischen Kommission und des EU Parlamements zu diskutieren.

Die Konferenz "Sicherheit, Demokratie und Städte" bietet drei Tage lang Plenarsitzungen, Workshops, Besichtigungen vor Ort, thematische Runde Tische, Podiumsdiskussionen mit BürgermeisterInnen aus den Mitgliedsstädten und VertrerterInnen der EU, Networking...

Das Programm der Konferenz wird sich auf ein breites Spektrum von Querschnittsthemen konzentrieren: die Rolle der lokalen Mandatsträger bei der Verteidigung demokratischer Werte, Polarisierung, organisierte Kriminalität, Migration, Gewalt gegen Frauen, diskriminierende Gewalt, häusliche Gewalt, Mediation, lokale Polizei, Kommunikation, Großveranstaltungen, öffentliche Räume, Senioren, Krisenmanagement, psychische Gesundheit, Nachtleben, Jugendkriminalität, Städte und Justiz, Cybersicherheit und Cyberkriminalität, Tourismus und Sicherheit usw.

Die eigens für die Konferenz eingerichtete Webseite wird kontinuierlich aktualisiert. Dort erfahren Sie mehr über das Programm und den Veranstaltungsort und können sich anmelden.

Einladungsvideo

 

 

 

12.10.2023

Perspektive der Verdrängten - Sondertour zur defensiven Architektur

Am 11.01. nahm DEFUS am Stadtrundgang von Querstadtein e.V. "Perspektive der Verdrängten - Sondertour zur defensiven Architektur" in Berlin teil. Thema der Begehung in Berlin war die Wahrnehmung von Raumgestaltung und Stadtplanung durch wohnungs- und obdachlose Menschen - und wie diese sich durch Gestaltungsentscheidungen eingeschränkt oder aus Räumen verdrängt sehen.

Dabei ging es vor allem um klassische Aspekte der städtebaulichen Kriminalprävention wie Zugangskontrolle (sind Toiletten zahlungspflichtig und mit welchen Mitteln?), Sichtachsen, Blickwinkel, Beleuchtung und Sichtschutz (Wie wird ein Park neu angelegt?), Robustheit und Objektgestaltung (Welche Materialien werden für Sitzgelegenheiten, Wege und Mobiliar verwendet?). Der Begriff der defensiven Architektur beschreibt hier einen Ansatz, der bestimmte unerwünschte Nutzungsweisen von vornherein für die jeweiligen Nutzergruppen weniger attraktiv macht. Das Schlafen oder Skaten auf Bänken wird beispielsweise durch Armlehnen, den Winkel der Sitzflächen, eingelassene Metallkeile oder ungleichmäßige Konturen erschwert. Die Übernachtung oder der unbeobachtete Aufenthalt in Parks werden durch den Beschnitt von Bäumen, Hecken und das Auflösen schwer einsehbarer Bereiche reduziert. 

In der anschließenden Diskussion stellte sich schnell heraus, dass es für viele dieser als defensiv empfundenen Maßnahmen eine alternative Erklärung gibt: harte Materialien wie Asphalt, Metall und Beton sind zwar meist weniger bequem und bei kalten Temperaturen eher ein Gesundheitsrisiko als ein Schlafplatz. Sie sind zugleich aber robuster, leicht und seltener zu pflegen, langfristig also weit weniger wartungsintensiv und damit deutlich günstiger als Holz und Naturprodukte. Befestigte Untergründe sind barrierefreier als weicher Sand, angepasste Sichtachsen und Beleuchtungskonzepte können die soziale Kontrolle stärken und die Entstehung von Angsträumen verhindern.

Die empfundene Wirkung auf die betroffenen Personen mit Lebensmittelpunkt Straße ist allerdings eine andere: es verschwinden wichtige Schutz- und Rückzugsräume, ohne dass notwendigerweise Alternativen zur Verfügung stehen. Viele der in der Begehung aufgeworfenen Probleme sind Planenden dabei oft gar nicht präsent und selbst lokale Beteiligungsformate hätten Schwierigkeiten bei der strukturierten Einbindung von wohnungs- und obdachlosen Menschen, um mit diesen Einwänden frühzeitig und produktiv umzugehen. Auch kommt es bei der Umgestaltung von Räumen stark auf den angestrebten Zweck und die Federführung im Projekt an, besonders mit Blick auf private oder öffentliche Träger.

Für die Arbeit von DEFUS wurde hier erneut deutlich, wie sehr sich die Unsicherheitswahrnehmungen und Nutzungskonzepte von öffentlichen Räumen zwischen den Nutzergruppen unterscheiden, und wie schnell Stadt- und Raumplanung den Eindruck gezielter Verdrängung erwecken kann. Die Gestaltung sicherer, offener und zugangsfreier Räume für Alle bleibt eine immense interdisziplinäre Aufgabe für Städte.

Mehr zum Thema:

Sichere Öffentliche Räume

Der Sicherheit im Bahnhofsviertel (SiBa) - Werkzeugkasten

Secu4All

 

23.08.2023

Neuer Pufii-Flyer zur Prävention von Vorurteilen

Viele Menschen in Deutschland müssen gegen Vorurteile ankämpfen, erfahren alltäglich Diskriminierung und Rassismus. Dass struktureller Rassismus auch in Deutschland ein Problem ist, wird erst langsam als Tatsache anerkannt.

Dies ist umso erstaunlicher, da seit Jahren abgesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Prävention von Voruteilen, Diskriminierung und Rassismus vorliegen. Zum Abbau der weit verbreiteten negativen Vorurteile sind strukturelle Maßnahmen zur Verbesserung des Kontakts zwischen verschiedenen gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Gruppen nötig. Bislang erhalten Kontaktmaßnahmen noch zu wenig Aufmerksamkeit und Förderung.

Aber Kontaktmaßnahmen sind nur dann wirklich wirkungsvoll, wenn sie bestimmte Bedingungen und Voraussetzungen erfüllen. Der neue Pufii-Flyer fasst in aller Kürze zusammen, was es braucht, um Vorurteile aktiv mit Kontaktmaßnahmen vorzubeugen.

Download des Flyers

Auf der von DEFUS und dem Deutschen Präventionstag gemeinsam betriebenen Plattform Pufii.de liefert ein ausführlicher Wissenspool Hintergrundinformationen in Form von Studien, Dokumenten, Literatur rund um Kontaktmaßnamen. In einem Podcast sprechen Experten über Vorurteile, Diskriminierung und was wir als Gesellschaft dagegen tun können, und ein Erklärfilm fasst die Haupterkenntnisse in Bild und Ton zusammen. Eine Auswahl von guten Beispielen dienen als Inspiration für eigene Kontaktmaßnahmen.

Zum Wissenspool Vorurteilsprävention

 

10.08.2023

DEFUS auf der Suche nach wissenschaftlicher Mitarbeiter*in

Über uns

 

Das Deutsch-Europäische Forum für Urbane Sicherheit e.V. (DEFUS) ist die deutsche Sektion des Europäischen Forums für Urbane Sicherheit (Efus). Efus verbindet aktuell 225 Mitgliedsstädte in 16 europäischen Ländern und ist damit das größte Netzwerk seiner Art in Europa zu Fragen der urbanen Sicherheit. Neben DEFUS existieren nationale Foren außerdem in Belgien, Frankreich, Italien und Spanien.

DEFUS ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Hannover. Für die 18 deutschen Mitgliedsstädte und zwei Mitgliedsorganisationen bietet DEFUS eine Plattform für einen praxisorientierten Austausch zwischen den Mitgliedern, organisiert Trainings, Fachveranstaltungen und Zugang zu Drittmittelprojekten. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis ist DEFUS auch selbst Forschungs- oder Praxispartner in wissenschaftlichen Forschungsprojekten. Weitere Informationen zum Netzwerk finden sich unter www.defus.de.

Wir suchen Für das von der EU geförderte HORIZON Projekt suchen wir eine wissenschaftliche Mitarbeiter*in. Das Projekt mit Partnern aus neun EU-Ländern will in der 36-monatigen Laufzeit Methoden und Konzepte für die partizipative Erarbeitung von sozialen und innovativen Lösungen für die Verbesserung des Sicherheitsgefühls in öffentlichen Räumen entwickeln. Neben der projektbezogenen Tätigkeit bietet die Stelle die Möglichkeit, sich aktiv in die Netzwerkarbeit sowie weitere Projekte von DEFUS einzubringen.  

Aufgaben-schwerpunkte

  • Mitarbeit dem von der EU geförderten Forschungsprojekt CO-SECUR
  • Organisation und Erfüllung aller mit dem Projekt verbundenen Aufgaben
  • Erstellung eines Workshopkonzepts für alle Projektpartner und Umsetzung der Workshopreihe mit Verterter*innen von Kommunen und relevanten Stakeholdern der urbanen Sicherheit in Deutschland.
  • Erstellung von Veröffentlichungen im Rahmen des Projektes und von Projektberichten in englischer Sprache
  • Vertretung von DEFUS im Projektkonsortium
  • Aktive Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt in den sozialen Medien
  • Beteiligung in und an DEFUS-Aktivitäten und Netzwerkarbeit außerhalb des Projekts

Wir wünschen uns

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/Diplom) in Soziologie, Kriminologie, Politik- und Verwaltungswissenschaften, Geographie, Stadt- und Regionalplanung oder vergleichbaren Studiengängen
  • Kenntnisse der aktuellen Herausforderungen der urbanen Sicherheit, der kommunalen Resilienz und der Prävention von Gewalt, Kriminalität und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Kenntnisse der Strukturen von kommunaler Verwaltung und anderen Sicherheitsakteuren in Deutschland
  • Erfahrungen im Umgang mit kommunalen Akteuren, Behörden mit Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben sowie anderen Akteuren im Bereich der Prävention
  • stilsicheres Verfassen von wissenschaftlichen Texten und Handreichungen für die Praxis
  • Erfahrungen im Projektmanagement
  • Fähigkeit zum interdisziplinären Arbeiten
  • ausgeprägte Kommunikations- und Moderationskompetenz
  • souveränes Auftreten gegenüber unseren Mitgliedern, Projektpartnern und Forschungsförderern
  • eigenverantwortliches Arbeiten und hohe Teamfähigkeit
  • gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen in Englisch
  • Flexibilität und Bereitschaft zu Dienstreisen in Deutschland und im europäischen Ausland
  • Begeisterung für die Arbeit in europäischen und interkulturellen Kontexten

Wir bieten

  • interdisziplinäre, abwechslungsreiche Arbeit in einem europäischen und nationalen Städtenetzwerk
  • sinnstiftende Arbeit an der Schnittstelle von Forschung und Praxis zu Themen der urbanen Sicherheit, der kommunalen Prävention von Gewalt und Kriminalität, dem kommunalen Krisenmanagement, der Governance der urbanen Sicherheit und des friedlichen Zusammenlebens sowie zu Fragen der kommunalen Resilienz
  • intensiven Austausch mit Kommunalvertreter*innen aus Deutschland und Europa
  • viele Möglichkeiten zur eigenen inhaltlichen Schwerpunktsetzung und Weiterentwicklung der Stelle
  • selbstständige Arbeitsorganisation in einem kleinen, dynamischen Team
  • flexible Arbeitszeiten
  • ein schönes, zentral gelegenes Büro in Hannover oder remote mit regel.mäßigen Treffen (ca. alle 4 Wochen) in Hannover

Rahmenbedingungen

  • Die Vergütung erfolgt nach Tarif des Öffentlichen Dienstes für Kommunen in E13. Die Eingruppierung ist von der Berufserfahrung abhängig
  • Die Stelle ist aktuell als 80% Teilzeitstelle geplant. Es gibt hier aber in beide Richtungen Spielraum
  • Die Stelle ist vorerst projektbezogen befristet bis 31. Oktober 2026 und eine Einstellung erfolgt vorbehaltlich der Unterzeichnung des Förderbescheids. Eine Anschlussfinanzierung ist sehr wahrscheinlich
  • Optimal wäre ein Arbeitsbeginn im Januar 2024

Bewerbungsverfahren

  • Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsschreiben und Ihren Lebenslauf bis zum 31. Oktober 2023 per Email an defus@defus.de ein.
  • Die Auswahlgespräche finden in der Woche vom 6. – 11. November 2023 voraussichtlich in Hannover oder online statt
  • Bei Rückfragen können Sie sich sehr gern an unsere Geschäftsführerin Anna Rau (rau@defus.de) wenden.
28.06.2023

Aachen und Bochum sind dabei!

Gleich zwei Städte haben im Juni den Beitritt zu Efus und DEFUS beschlossen. Wir freuen uns sehr die Stadt Aachen und die Stadt Bochum in unserem Städtenetzwerk begrüßen zu können.

In Aachen ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu Fragen der Prävention, Ordnung und Sicherheit ein wichtiges Thema. Drogen, Sucht und psychisch auffällige Personen im öffentlichen Raum beschäftigen die Stadtverwaltung ebenso wie die Verbesserung der verwaltungsinternen Zusammenarbeit, mit dem Ziel Präventions- und Sicherheitsthemen voranzubringen.

Die Stadt Bochum ist lebendiges Zentrum im Ruhrgebiet und mit dem Bermuda Dreieck beliebt bei Nachtschwärmern und Feierenden aus der gesamten Metropolregion. Die Mitgliedschaft bei DEFUS soll den Austausch und Vernetzung mit zu allen Themen der urbanen Sicherheit verstärken und ergänzt die europaweiten Aktivitäten der Stadt um das Themenfeld der Ordnung und Sicherheit.

Die Beitritte der Städte Aachen und Bochum sind eine große Bereicherung für DEFUS und Efus und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und den Austausch.

27.06.2023

#Secu4All - Trainingsplattform Sichere öffentliche Räume

Der öffentliche Raum in Städten ist ebenso begehrt wie knapp und unterliegt teils sehr widersprüchlichen Nutzungsinteressen. Kommunen sind dafür verantwortlich, öffentliche Räume und Plätze so zu gestalten, dass alle Menschen dort Zugang haben, ihren Interessen frei nachgehen können und sich dabei wohl und vor allem sicher fühlen. Dabei dürfen und müssen Sicherheit und Wohlbefinden keine Gegensätze sein.

Dieses Ziel kann nur im Austausch und Zusammenspiel von Stadtplanung, Sicherheits- und Ordnungskräften, Gewerbetreibenden, Bürger:innen, sozialen Hilfseinrichtungen und vielen weiteren Akteuren gelingen, die ein gemeinsames Verständnis von der Funktionsweise öffentlicher Räume haben.

Die im Rahmen des EU Projekts Secu4All entwickelte Trainigsplattform unterstützt Sicherheits- und Ordnungskräfte, Stadtplaner:innen und andere relevante Akteure mit einem Online-Fortbildungsangebot für Selbstlerner. In dem modular aufgebauten Training werden sowohl theoretische Kenntnisse als auch praktische Instrumente für den Schutz und die Gestaltung sicherer öffentlicher Räume vermittelt.

Weitere Informationen

Zur Trainingsplattform
Die Plattform ist Passwort geschützt. Nach dem Ausfüllen der Nutzungsrechteerklärung erhalten Sie das Passwort zugesandt und können starten.

Weitere Informationen zu Sicherheit im öffentlichen Raum

19.06.2023

Krisen und Prävention - städtische Resilienz stärken

Beim diesjährigen 28. Deutschen Präventionstag in Mannheim zum Thema „Krisen und Prävention“ hat sich DEFUS wieder aktiv mit einem Stand, Vorträgen und Veranstaltungen beteiligt.


Mitgliederversammlungen von DEFUS und Efus
Krisenfestigkeit von Städten hängt in einem hohen Maß von der Vernetzung innerhalb der Kommunalverwaltung sowie zwischen Städten ab. Umso mehr hat es uns gefreut, bei der 24. DEFUS-Mitgliederversammlung vor dem Kongress die Stadt Aachen offiziell als neuestes Mitglied zu begrüßen.Die beiden Vorsitzenden Christian Kromberg und Christian Specht diskutierten mit Vertreter*innen aller 19 Mitgliedstädte Herausforderungen der urbanen Sichereheit, Ideen und Pläne für die Netzwerkarbeit der kommenden Monate. Im Geschäftsbericht stellet die Geschäftsführerin Anna Rau die Aktivitäten des Netzwerkes des vergangen Jahres vor.

Dieser bereichernde Austausch ging nahtlos auf der europäischen Ebene weiter: Auch die Efus-Generalversammlung  tagte im Rahmen des DPTs und sorgte mit Vertretern aus 33 Städten und 12 europäischen Ländern gleichzeitig für eine starke Präsenz unserer internationalen Partner auf dem Kongress.

 

Kommunen in der (Dauer-)Krise?

Inhaltlich stand der Kongress ganz im Zeichen der Frage, wie man während der akuten Belastung der Krise die Zeit und Ressourcen finden kann, langfristige Pläne zu entwickeln, Strukturen zu schaffen und präventiv zu arbeiten.  

Anna Rau moderierte dazu das Panel „Urbane Resilienz – Mehr als Klimakrise?“ und diskutierte mit Dr. Bo Tackenberg von der Bergischen Universität Wuppertal, Dr. Oliver Weigel vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bau, Frank Pintsch von der Stadt Augsburg und Felix Münger, PhD vom Canadian Municipal Network on Crime Prevention, ob und wie uns das Konzept der Resilienz helfen kann, vielfältigen Krisen Herr zu werden. 

Auf der Suche nach möglichen Antworten stellte sie außerdem gemeinsam Jan Trapp vom Deutschen Institut für Urbanistik in einem Vortrag unser gemeinsames, BMBF-gefördertes Verbundprojekt „Stärkung städtischer Resilienz am Beispiel von Pandemien: Reflexionsraum für kommunales Krisenmanagement (PanReflex)“ vor. Dort untersuchen DEFUS und Difu, wie Kommunen auf die Herausforderungen einer Dauerkrise reagieren, und wie sie die eigene Handlungs- und Leistungsfähigkeit unter diesem permanenten Druck erhalten oder sogar stärken können.

Gegenwart und Zukunft der urbanen Sicherheit

Neben der neuen Normalität verschiedener Krisen verschwinden die bisherigen Probleme urbaner Sicherheit nicht einfach – im Gegenteil. Das Bedürfnis nach lebenswerten, offenen, zugangsfreien und sicheren Freiräume in Städten ist akuter denn je. 

Mit einem Impulsvortrag zu dem EU-geförderten Projekt „Secu4All - Training für lokale Behörden zum Schutz öffentlicher Räume“, bei dem DEFUS als Partner, beteiligt ist, stellte Lawrence Schätzle die Trainingsplattform für sichere öffentliche Räume vor. Die Plattform ist kostenfrei zugängich und kann von verschiedenen Akteur:innen verschiedener Fachbereiche in der Verwaltung genutzt werden.

Mit dem Vortrag „Urbane Sicherheit in Zeiten des Klimawandels: Perspektiven aus zwei Städtenetzwerken“ wafen Felix Münger und Lawrence Schätzle noch einen Blick in die unmittelbare Zukunft. Sie präsentierten in dem Vortrag ersten Erkenntnisse aus dem Canadian Municipal Network on Crime Prevention und DEFUS/Efus darüber, wie der Klimwandel die alltägliche Sicherheit in Städten negativ verändern und welche Probleme in diesem Bereich auf die lokalen Akteur:innen zukommen werden.    

16.06.2023

PanReflex Workshop zur Krisenkommunikation

Am 25. & 26. Mai 2023 haben Defus und Difu mit den fünf Städtepartnern im Forschungsprojekt PanReflex einen Workshop zum Thema Krisenkommunikation durchgeführt. Dies war der zweite von insgesamt sechs Workshops, die den Kommunen einen Reflexionsraum dafür anbieten, mit welchen Herausforderungen sie bei der Bewältigung der Corona-Pandemie konfrontiert waren, welch steile Lernkurve sie dabei durchlaufen haben und welche Lessons Learned sie daraus für kommende Krisen mitnehmen können.  

Aus den Städten Dortmund, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen und Köln nahmen vor allem kommunale Vertreter*innen der Kommunikations- und Presseämter, der Ordnungs- und Gesundheitsämter, des Krisenstabs und der Feuerwehr teil. Eingeladen nach Dortmund, hatten sie im Innovationsraum "Projektor" zwei Tage die Gelegenheit, sich im Rahmen interaktiver Workshopformate zur Krisenkommunikation in Ihren Kommunen auszutauschen. Diskutiert wurden sowohl die verschiedenen Dialoglinien während der Corona-Pandemie (verwaltungsinterne Kommunikation, externe Kommunikation mit anderen Behörden und Organisationen, Kommunikation mit den Bürger*innen und Medien) als auch die kommunikativen Herausforderungen, die sich bspw. aus der diffusen und dynamischen Faktenlage, dem besonders hohen Informationsbedarf in der Bevölkerung und der Notwendigkeit einer „long time Awareness“ ergaben. Auch der Umgang mit Kommunikationspannen, Fake News, Verschwörungsideologien und dem zunehmenden Rechtfertigungsdruck in der Krisenkommunikation wurden miteinander geteilt. Besonders deutlich wurde, wie viele und diverse Formate und Medien es braucht, um die Kommunikation in möglichst alle gesellschaftlichen Nischen zu tragen und die Menschen nicht nur sprachlich erreichen sondern tatsächlich auch zielgruppengerecht zu ihnen durchdringen zu können.

Aufbauend auf dieser Bestandsaufnahme wird es einen zweiten, sog. Innovations-Workshop zum Thema Krisenkommunikation 2024 in Köln geben. Dort werden konkrete Ideen und Empfehlungen für die Krisenkommunikation entwickelt, um die Resilienz der Kommunen langfristig zu stärken.

Weitere Information zu dem Projekt finden Sie auf unsere Projektwebsite: www.panreflex.de

05.06.2023

Artikel: Wie können Kommunen im Dauerkrisenmodus besser funktionieren?

"Wie können Kommunen im Dauerkrisenmodus besser funktionieren?"

Wie viele gute Ideen im Krisenmanagement sind in den letzten drei Jahren auf der lokalen Ebene (teils mehrfach und parallel) entwickelt worden und dann gleich wieder verloren gegangen, weil aufgrund der Krise niemand dazu kam, sie einmal in Ruhe systematisch festzuhalten? Deutsche Kommunen bewältigen seit geraumer Zeit ein Krisenszenario nach dem anderen, ohne dass dazwischen die Zeit oder Ressourcen zur Rückschau und Analyse bleiben. Bei der kurzen Rückkehr zu ersehnten Normalität fällt dadurch regelmäßig enormes Wissen dieser "Katastrophendemenz" zum Opfer und muss bei der nächsten Herausforderung neu gelernt werden - wenn man nicht aktiv etwas dagegen tut.

Für die Zeitschrift der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention hat Lawrence Schätzle die Ziele und ersten Erkenntnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts "Stärkung städtischer #Resilienz am Beispiel von Pandemien: Reflexionsraum für kommunales Krisenmanagement (PanReflex)" vorgestellt. Zusammen mit dem Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) und sammeln und systematisieren wir dort mit unseren Städtepartnern Innovationen im lokalen Krisenmanagement während der Pandemie, um daraus Handlungsempfehlungen für zukünftige Herausforderungen zu entwickeln.

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zur sehr lesenswerten Gesamtausgabe des Hefts

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01.06.2023

Urbane Sicherheit zum Anhören!

Das #Secu4All-Projekt widmet sich der Sicherheit in öffentlichen Räumen aus einer interdisziplinären Perspektive. Lawrence Schätzle hat mit den Expertinnen und Experten der  Projektpartnerorganisationen über ihren Blick auf urbane Räume und deren Sicherheitsprobleme gesprochen.

In der ersten Folge gibt Vivian Gravenberch von Stichting DITSS einen Einblick in die #Risikobewertung. In Teil zwei diskutieren Paul van Soomeran und Kaya Franke welche Rolle Stadtplanung und Gestaltung von öffentlichen Räumen auf das Wohlbefinden und die Sicherheit haben. In der dritten Episode stellt Christina Karfylie Faktoren für eine erfolgreiche Krisenkommunikation vor. In der vieten und letzten Folge diskutieren 4 Experten aus Spanien die Möglichkeiten und ethischen Herausforderungen von Sicherheitstechnologien.

Hören Sie rein!

Zu den Projekt Podcasts (auf Englisch)

Folge 1: Vulnerability Assessment of Public Spaces

Folge 2: Urban Design, planning and Management of Public Spaces

Folge 3: Crisis communication management

Folge 4: Technologies for Security in Public Spaces

Weitere Infos Zum Secu4All-Projekt

28.03.2023

PanReflex: Reflexionsräume für kommunales Krisenmanagement gestartet

Beim Projekt PanReflex untersucht DEFUS gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik und Partnerstädten in NRW, mit welchen Herausforderungen Kommunen während der COVID-19-Pandemie konfrontiert waren und welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben. Anschließend wird gemeinsam herausgearbeitet, welche Lehren sich daraus für das kommunale Krisenmanagement, die Krisenkommunikation und dem Umgang mit vulnerablen Gruppen ziehen lassen.  

Das Herz des Projekts sind die namensgebenden Reflexionsräume: sechs Workshops nach Methoden des Design Thinking für Rückschau, Bestandsaufnahme, Erfahrungsaustausch, Ausblick und gemeinsames Brainstorming zur Verbesserung der zukünftigen Krisenfestigkeit und kommunalen Resilienz.

Der erste Debriefing-Workshop zum Krisenmanagement fand nun am 23. und 24.03. in Essen statt - dank der freundlichen und tatkräftigen Unterstützung der Stadt stilecht im Lagezentrum des kommunalen Krisenstabs. Über zwei Tage teilten und diskutierten die teilnehmenden Praktiker*innen hier ihre Erfahrungen der letzten drei Jahre, die sich trotz der geografischen Nähe und vielen Gemeinsamkeiten teils sehr voneinander unterschieden.

Viele Probleme ähnelten sich: (nicht) getroffene Entscheidungen in der Frühphase schufen Pfadabhängigkeiten, die den zukünftigen Handlungsrahmen entweder deutlich verengten oder erweiterten. Sich oft und teils sehr kurzfristig ändernde Informations- und Rechtslagen sorgten für interne und externe Spannungen. Die Rekrutierung, Schulung und der richtige Einsatz von Personal war ebenfalls ein allgegenwärtiges Problem, ebenso wie der Selbstschutz der handelnden Akteure und der beste Umgang mit administrative Hürden im föderalen Mehrebenensystem. 

 

Jedem Grund für Frust stand allerdings auch Stolz über die eigene Leistung gegenüber. Die zwei Tage lieferten nämlich ebenso eine bemerkenswerte Sammlung an Beispielen von großer Kollegialität, steilen Lernkurven, effektiver Lösungsfindung unter enormem Druck, persönlichem Einsatz weit über normale Geschäftszeiten hinaus sowie der Schaffung neuer Austauschformate und effizienten Netzwerken, mit denen sich die Handelnden vor Ort beholfen haben.  

Genau diese Art der ehrlichen und offenen Analyse hat den Workshop zu einem Erfolg gemacht und viel Vorfreude auf die nächsten geweckt. An dieser Stelle möchten wir deshalb noch einmal unseren ausdrücklichen Dank an alle Teilnehmenden für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die hervorragende Mitarbeit richten.

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